Lukas Hospiz Herne
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Meinungen und Erfahrungen

Wir möchten diese Seite füllen, um auch anderen Ihre Meinung zur Verfügung stellen zu können. Wir möchten gerne mehr über Ihre ganz persönliche Meinung oder auch Erfahrung wissen. Schreiben Sie uns: 

Per Brief an:

Lukas-Hospiz
Jean-Vogel-Strasse 43
44625 Herne

oder per E-Mail
an unsere Hospizleiterin Anneli Wallbaum:
wallbaum@lukas-hospiz.de

Hier finden Sie uns in der Tagespresse

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Markus R. am 16. November 2014

Der Herbst hatte, bei der Ankunft meiner Schwester Claudia im Lukas-Hospiz, Einzug gehalten und nun sollte ich erkennen, wie groß und vielseitig das Leben ist. Es glich einem Spiel, weil es alle Gegensätze in sich vereint. Wachsen, Blühen und Vergehen gehören nicht nur zum Rhythmus der Natur, sie prägen auch unsere eigenen Lebenszeichen. Sie zeigen mir, dass wir sterbliche Menschen sind und nicht alles erreichen können.

 

Liebe Lukas-Gastgeber,

es war die beste Entscheidung für mich, dass Claudia und ich Ihre Hilfe in Anspruch genommen hatten. Was Sie täglich leisten, kann man nicht in Worte fassen, es ist einfach wunderbar und gibt einem die Gewissheit, das Richtige getan zu haben.
Ich danke Ihnen allen, dass Claudia in Ihrem Hause noch einmal einen Aufschwung erleben durfte. Sie konnte all ihre Energie sammeln und noch einmal richtig "leben".
Sie selbst hat sich, so spürte ich, bei Ihnen sehr wohl gefühlt. Auch nahm es ihr ein wenig die Angst, glaube ich zu wissen, dass "da jemand ist", der wacht.
Sie ist letztendlich ganz ruhig eingeschlafen. Damit haben sie ihr einen Wunsch erfüllt, den sie seit ihrer Diagnose und der Angst vor einem qualvollen Tod, hatte.

Mir haben Sie in dieser für uns alle ganz besonders schweren Zeit den Weg des Abschieds leichter gemacht. Durch so viele liebe Gesten und Aufmerksamkeiten haben Sie mir das Gefühl gegeben, dass nicht nur Claudia, sondern jeder Angehörige hier ein willkommener Gast war.
All das hat mich tief berührt und diese Zeit zu einer wertvollen Erfahrung gemacht.
Ich bin beeindruckt von Ihnen, Ihrer Arbeit und dankbar, Sie kennengelernt haben zu dürfen.

Dankbare Grüße
Markus R.

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Erfahrungsberichte von unserer Lukas-Hospiz facebook-Seite:


Daniela Hermann am 20. Oktober 2013:

Im Juli 2011 durfte mein Vater seine letzen Tag im Hospiz verbringen. Meine Kinder waren immer mit dabei und konnten das Sterben beGREIFEN. Es war eine magische Zeit und wir haben uns alle sehr geborgen im Lukas-Hospiz gefühlt und wurden rundum verwöhnt. Mit Sterben verbinden meine Töchter nichts angsteinflößendes, sondern eher den Geschmack von Wassereis und Kuchen. Ich hatte zwar die Tür weit geöffnet, damit die Seele meines Vater fliegen konnte, aber meine Tochter sagt immer, dass sie wenigstens in der Familie geblieben ist. Denn mein kleiner Sohn, der kurze Zeit später geboren wurde, hat so viele Eigenschaften seines Opas.

Andreas Gradl am 18. Oktober 2013:

Vielen Dank noch einmal für die liebevolle Versorgung meines Schwagers, der im letzten Jahr, leider nur für ein paar Tage, im Lukas verbringen durfte. Obwohl es nur eine kurze Zeit war, konnte man die Liebe zu den Gästen deutlich spüren. Es war immer jemand ansprechbar und keiner vermittelte, das er unter Zeitdruck wäre, ganz anders als im Krankenhaus. Hier wurden alle Wünsche berücksichtigt, ohne sich aufzudrängen. Aber nicht nur der Gast sondern auch die Angehörigen wurden gesehen und aufgefangen. Als er dann verstorben war, hatten wir die Möglichkeit, ihn mit anzuziehen und ausreichend Zeit uns zu verabschieden. Das nenne ich ein würdiges Abschiednehmen. Nochmals vielen Dank an alle Mitarbeiter.

Nicole Kipka am 18. Oktober 2013:

Ich hatte das große Glück
...meinen Vater im Lukas Hospiz begleiten zu dürfen:-))
Die dort erlebte Zeit mit meinem Vater,den Mitarbeitern und meiner Person möchte ich nie mehr missen.
Ich kann von meiner Seite aus sagen, dass es eine tolle Zeit war,in der ich viel für das Leben dazu gelernt habe.
Ich hatte nach dem Tod meines Vaters ein Erlebnis, an welches ich zuvor nie geglaubt hätte, wenn ich die Erfahrung im Hospiz nicht gemacht hätte. Mein Vater hat im Nachhinein nocheinmal den Kontakt zu mir gesucht und sich für alles bedankt.
Dies mache ich hier auf diesem Wege auch noch einmal.
Danke an alle die uns begleitet habe und uns diese Erfahrung ermöglicht haben.....weiter so....:-)))

Korinna Osiadacz am 18. Oktober 2013:

Eine Freundin von mir durfte auch ihre letzten Tage im Lukas Hospiz verbringen/ genießen. Sie hat nie viel Wert auf ihr Aussehen gelegt - aber im Lukas Hospiz --- sie hatte noch nie in ihrem leben zuvor so tolle Frisuren wie dort ! Sie hat es sehr genossen

Beate Bukowski-Andree am 18. Oktober 2013:

Ich arbeite seit vielen Jahren als Sozialarbeiterin im Krankenhaus mit dem Lukas Hospiz zusammen. Diese Einrichtung liegt mir wirklich am Herzen und ich freue mich für jeden Patienten und deren Angehörige, der dort aufgenommen werden kann. Herzlichen Dank an alle Mitarbeiter dort, Hut ab vor Ihrer Arbeit!

Jessica Hoff im September 2013:

Wirklich sehr zu empfehlen ich hatte das große Glück und durfte dort ein Praktikum absolvieren während meiner Ausbildung. Und ich rede heute immer noch gerne davon.

Dagmar Weber im September 2013:

Meine Schwester durfte ihre letzten Tage im Lukas-Hospiz verbringen. Nach einem schlimmen Krankenhausaufenthalt fühlte sie sich dort wie im Paradies. Die Pflegekräfte und Ehrenamtliche nannte sie meine Feen und Elfen, weil ihr jeder Wunsch erfüllt wurde. Nach ihrer ersten Nacht rief sie mich an und erzählte mir wie sie am Morgen geweckt wurde. "Stell dir vor, ich habe Kaffee ans Bett bekommen und eine Zigarette!" Das war für sie das Höchste überhaupt. Obwohl sie schließlich ganz auf die Hilfe andere angewiesen war, sagte sie mir immer wieder, wie wohl sie sich dort fühlte. Auch die Angehörigen fanden dort Unterstützung und Trost. Ich denke gern an die letzte Zeit mit ihr zurück, weil man in dieser Atmosphäre den Gedanken an den Tod nicht ständig im Kopf hatte. Ihre Hoffnung noch den Geburtstag dort feiern zu können hat sich leider nicht erfüllt. Ich kann dem Team nur danken, dass meine Schwester ihre letzte Zeit nicht trostlos in einem Krankenhausbett verbringen musste und so viel Zuwendung bekam

Kim Häusler am 26. August 2013

Liebes Team...ich wollte mich nochmal ganz herzlich bedanken ...Ihr habt meiner Oma (auch wenn es kurz war ) die Tage dort versüsst! Ich und meine ganze Familie fühlten uns sehr sehr sehr wohl bei Euch!!! Nun ist es genau am 30.08. 1 Jahr her als meine Oma bei Euch verstarb. Ich denke oft an die Zeit zurück...Wie sie die Klangschalen gerne gehoert hat und auch oft auf der Terrasse saß und "Nachts auf der Reeperbahn" sang. Besonderen dank gilt den zwei Mitarbeiterinnen, die Oma in ihren letzten stunden begleitet haben..kann mich leider nicht mehr an deren Namen erinnern..glaube aber eine Dame hieß Walli?!?!?! Ihr seid die Besten! Wuerde Oma ( Edith Siemon ) noch Leben, dann würde sie Euch ganz feste drücken ...In diesem Sinne, ganz liebe Grüsse...Kim Häusler

Kai Spanka am 28. Juli 2013

Ich möchte mich noch mal ganz recht herzlich beim Lukas Hospiz-Team bedanken, was ihr da alle zusammen leistet ist ganz große Klasse .... RESPEKT !!!!!!!!!!!! Mama und ich haben uns bei Euch immer sehr gut aufgehoben gefühlt !!!!!!! VIELEN LIEBEN DANK :))))

Michael Pacholek am 12. Juli 2013

Ich möchte nochmals ein großes dankeschön, an das gesamte Team des Lukas - Hospiz aussprechen, da ich in meinem zweiwöchigen Praktikum viel von euch gelernt habe, bezüglich der palliativen Versorgung. Das Praktikum war eine große Bereicherung im Rahmen meiner Ausbildung. Ein Team, was so gut Hand in Hand arbeitet und mit viel Liebe für den jeweiligen sterbenden Menschen da ist, findet man nicht überall!
Vielen Dank für die tollen 2 Wochen. Macht weiter so.

Nadine Ortmann am 2. Februar 2013

Liebes Team des Lukas Hospiz!
Mein Opa war einer der Ersten, der bei Ihnen zu Gast sein durfte.
Leider war sein Aufenthalt nur von kurzer Dauer.
Gerne denke ich an die Zeit zurück. Voller Fürsorge und Aufmerksamkeit waren Ihre Bemühungen.
Leider habe ich es bis zum heutigen Tag emotional nicht geschafft, nochmal an den Ort zurückzukehren, an dem mein geliebter Opa verstarb. Auch wenn ich es so gerne gewollt hätte.
Weiterhin alles Liebe und Gute,
Ihre Nadine Ortmann

dazu Nicole Lewandowski am 3. Februar 2013:

Ich kann mich Nadine nur anschließen! Mein Vater war auch bei Ihnen....es hat uns sehr geholfen ihn da in gute Hände gewusst zu haben!
Vielen Dank auch von mir & meiner Familie (Zinkel)

Sabrina Spengler am 23. November 2012:

Schön das es Euch gibt. Und habt noch mal herzlichen Dank für die liebevolle Umsorgung am 19.11.12 bei meinem Opa. Ich habe Euch alle in meinem Herzen.


Erfahrungsbericht einer Angehörigen, Frau Ortmann, 14.09.2008

Liebes Team des Lukas-Hospiz!

Nun ist es fast auf den Tag genau anderthalb Jahre her, seitdem mein geliebter Opi von mir gegangen ist.

Es war damals eine schwere Entscheidung für mich meinen Opi - nachdem ich fast mein ganzes Leben bei meinen Großeltern verbrachte und meinen Opa während seiner Krebserkrankung pflegte - in "fremde" Hände zu geben.
Ich fühlte mich hilflos, als ob ich versagte und meinem Opa nicht alleine das letzte Geleit geben konnte. Doch .... meine Kräfte schwanden immer mehr und ich merkte, wie sehr es mich belastete, aus Sorge und Angst, meinen Opi bald gehen lassen zu müssen.

Das Team des Hospizes nahm meinen Opi und mich damals sehr fürsorglich und behütet auf. Sie boten mir Gespräche an, halfen mir bei der Pflege meines Opas (obwohl ich es alleine machen wollte, doch sie merkten, daß es mir gut tat, jemanden um mich zu haben).
Ich durfte zu jeder Zeit bei ihm sein. Doch ich hatte auch die Möglichkeit, meinen "Akku" wieder aufzuladen, ohne in Sorge zu sein, daß es ihm an etwas fehle.
Auch die Räumlichkeiten - sein Zimmer - und die ganze Umgebeung wirkten sehr harmonisch und man konnte sich dort sehr wohl fühlen.

Leider war mein Opi nur eine Nacht als Gast in diesem Haus .....

Ich werde Ihnen IMMER zutiefst dankbar sein für das, was sie für meinen Opa und für mich getan haben. Auch wenn er nur eine kurze Zeit bei Ihnen sein durfte.
Ich danke Ihnen, daß sie mir Kraft gaben, meinen Opi noch ein letztes Mal zu sehen. Auch wenn dies der schlimmste Tag in meinem Leben war und ich noch heute sehr darunter leide, so bleibt mir doch immer sein schelmisches Grinsen in Erinnerung, welches er zu Lebzeiten und am Ende in Ihrem Haus nicht verloren hatte.

DANKE!!!!! Für Alles!!!!

Ihre Nadine Ortmann

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Erfahrungsbericht  eines Angehörigen, Herrn Gesing, 13.07.2008

In Anbetracht der 'leider' erst jetzt wieder aufgekommenen pubikumswirksamen Diskussion  über Sterbehilfe  und Sterbebegleitung kommt mir natürlich auch immer der Aufenthalt meiner Mutter in Ihrem Hospiz in Erinnerung.
Darum möchte ich ihnen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach jetzt fast einem Jahr  nochmals  meinen ganz herzlichen Dank  für die fürsorgliche Betreuung der letzten Tage meiner Mutter und die Unterstützung und Begleitung  auch für uns als Angehörige aussprechen.
Sowohl die Atmosphäre  in Ihrem Hospiz,  als auch  die Betreuung  durch alle  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,  hat dazu beigetragen, dass sich meine Mutter als Gast ,als auch wir als Angehörige sehr gut aufgehoben fühlten und wir meine Mutter umsorgt bis zuletzt begleiten durften und konnten.
Lassen sie alle sich nicht durch die öffentliche Diskussion, die jetzt medienwirksam vermarktet wird beirren, und machen sie alle weiter so wie bisher.
Wer einmal einen Gast in ihrem Hospiz unterbringen und die Betreuung und Begleitung  erfahren durfte und danach an diesem Haus vorbeifährt oder -geht, weiss immer, was diese Einrichtung bedeutet.
Etwas Besseres konnte meiner Mutter in den wenigen Tagen, die ihr blieben nicht passieren.
Ich bin sehr stolz auf sie alle und darauf, dass Herne überhaupt endlich so eine Einrichtung hat.
Und sie alle als Aktive können noch wesentlich stolzer darauf sein.
Ich bin sehr froh, dass meine Mutter und wir sie nutzen  durften und konnten .
Darum nochmals meinen besonderen Dank für ihre aufopfernde Arbeit an alle.
Ich wünsche ihnen allen, dass ihr Baum nicht zu schnell zu viele Blätter bekommt, damit auch sie und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positive Erlebnisse haben um weitere Kraft daraus zu ziehen.
Ganz herzliche und mit viel Dank verbundenen Grüsse
und machen sie weiter wie bisher 
H.-U. Gesing _________________________________________________________________________________________________

 Erfahrungsbericht eines Angehörigen, Herrn H. Heitfeld, 01.02.2008

Erfahrungen beim Sterben meines Vaters im Lukas-Hospiz in Herne 

Der Weg ist das Ziel

 

Seit einigen Wochen hatte sich der Zustand meines Vaters plötzlich zunehmend ver-schlechtert. Er war immerhin schon 81 Jahre alt. Wir versuchten noch, seine Krankheit in einer Spezialklinik behandeln zu lassen. Doch schon nach kurzer Zeit stand fest:

Es bestand keine Chance mehr auf Heilung oder die Krankheit aufzuhalten, eine häusliche Pflege war nicht mehr möglich.

 Aber niemand konnte uns sagen, wie lange mein Vater noch leben wird. Auf der Suche nach einer Einrichtung, die meinem Vater und uns ein menschenwürdiges Erleben der Phase des Sterbens und Abschiednehmens ermöglichte, fanden wir den Ort im Lukas- Hospiz in Herne.

 Ich habe erfahren, wie sich Menschen in der Phase des Abschiednehmens verändern.

Ich habe erfahren, gemeinsame Erlebnisse in kurzen Momentaufnahmen zu reflektieren.

Ich habe erfahren, dass es nie zu spät ist, sich einander zu öffnen.

Ich habe erfahren, wie plötzlich Verständnis und Liebe für einander erwachen.

Ich habe erfahren, wie glücklich ein Mensch in der Phase des Sterbens sein kann.

Ich habe erfahren, welchen Wert plötzlich doch Kleinigkeiten im Leben besitzen.

Ich habe erfahren, wie hilfreich es ist, einen sterbenden Menschen zu begleiten.

Ich habe erfahren, dass es viel Kraft kostet, einem sterbenden Menschen zu helfen.

Ich habe erfahren, dass es Menschen gibt, deren Einsatz nicht zu bezahlen ist.

Ich habe erfahren, wie wichtig Menschlichkeit im Leben ist.

Ich habe erfahren, dass man im Leben auch traurig sein darf.

Ich habe erfahren, dass das Sterben ein Teil unseres Lebens ist.

Ich habe erfahren, dass man vor der Zukunft keine Angst haben muss.

Ich habe erfahren, dass der Weg, auf dem wir uns befinden, das eigentliche Ziel ist.

 Das Team im Lukas-Hospiz hat meinen Vater in seinen letzten vier Wochen betreut und wir konnten ihn dabei täglich ein Stück auf seinem Weg begleiten.

 Für die Erfahrungen an diesem Ort bin ich allen sehr dankbar und gehe nun meinen Weg weiter, bis ich einmal ankommen werde.

 H. Heitfeld