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Die Trauerbegleitung:

Trauerbegleitung und notwendige Trauerhilfe gehören zu den selbstverständlichen und grundsätzlichen Hilfeleistungen der Betreuung im Lukas-Hospiz.

„Trauer – sie ist des Trauernden einziger Trost “ eine pointierte Formulierung von Prof. Dr. Verena Kast, die beim ersten Leseblick etwas verwirrend und unverständlich sein kann. Sie beinhaltet aber die wesentliche Erfahrung, dass nur eine durchlebte Trauer den Schmerz des Verlustes mindert und überwindet und zu einer tröstlichen Erinnerung an den Verstorbenen führen kann.

Trauer ist eine normale psychische und physische Reaktion auf den Verlust eines nahe stehenden Menschen – auch der natürliche Weg, den tödlichen Verlust einer Beziehung zu verarbeiten und zu überwinden.

Trauer beinhaltet einen Entwicklungs- und Lernprozess sowie häufig eine Krise, durch die der Trauernde schmerzhaft gehen muss. Sie ist Bestandteil unseres Lebens und hat unterschiedliche Verhaltensweisen und natürliche Reaktionen zur Folge, die als „multidimensionale Trauerreaktionen“ bezeichnet werden. Dieser Begriff besagt, dass die Trauer zu Reaktionen und Veränderungen führen kann, die den körperlichen Zustand, die Psyche und Sinneseindrücke, Verhaltensweisen, soziale Umgebung und die persönliche Spiritualität betreffen können.

Es kann und darf nicht das Ziel einer Trauerbegleitung sein, den Trauernden seine Trauer „wegzunehmen“, beziehungsweise seine Traurigkeit durch irgendwelche Formen der Vertröstung aufzulösen:

Der Trauernde muss die Trauerphasen und -reaktionen durchleben, aber eine Trauerbegleitung kann hilfreich und mildernd unterstützen. Trauer ist keine Krankheit sondern ein Prozess der Zeit braucht – ein harter Weg, der mit sehr unterschiedlichem Empfinden des körperlichen Zustandes, Angstgefühl, Schock und Wut, irrationalen Sinneseindrücken, Ratlosigkeit, Glaubenskrisen und anderen Symptomen einher gehen kann.

Wenn diese Trauerreaktionen unterdrückt, nicht anerkannt und nicht ausgedrückt werden können, kann eine Trauer kompliziert werden und in eine chronisch und krankhafte Trauer übergehen, die immer eine psychotherapeutische Führung und/oder ärztliche Behandlung bedarf.

Daher ist eine sinnvoll orientierte Trauerbegleitung in aller Regel wertvoll und wird vom Trauernden oft gerne angenommen. Sie ist immer individuell zu gestalten und kann prinzipiell in folgenden Formen durchgeführt werden:

Die Trauerbegleitung ist immer individuell zu gestalten und sollte je nach Trauerphase  folgendes beinhalten:

Die Leitung des Lukas-Hospizes steht Ihnen zur Beratung selbstverständlich und gerne zur Verfügung. Konkrete Angebote für die Trauerarbeit finden Sie auf der Startseite in der Termin- und Veranstaltungsleiste.